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Joseph Haydn - Michael Haydn
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Michael Haydn

Fünf Jahre nach der Geburt seines großen Bruders Franz Joseph Haydn erblickte der Wonneproppen Johann Michael Haydn am 14.09.1737 in Rohrau das Licht der Welt. Wo Musik in der Luft liegt, liegt es scheinbar auch im Blut, diesbezüglich war es ganz gut, denn der kleine Michi, es ist tatsächlich war, wurde wie sein Bruder ein großer Star. Es sollte noch erwähnt werden, damit es alle hier auf Erden auch tatsächlich wissen, dass der Johann Evangelist ebenfalls ein Bruder der Haydn Brüder ist, dieser war ein berühmter Tenor, steht also keinesfalls außen vor.

Der Michael Haydn wurde ebenfalls Sängerknabe in St. Stephan – in Wien – wo er natürlich auch mit dem Joseph gemeinsam einige Jahre verbracht hat. Geschadet hat es den beiden Brüdern sicherlich nicht, denn beide standen sie später im Rampenlicht und gönnten sich gemeinsam ihren Erfolg. Im Gegensatz zu Joseph spielte der Michael nach seiner Zeit im St. Stephan zunächst die zweite Geige. Nein, natürlich nicht wortwörtlich, er lernte Geige spielen und begann nach schönen Mädels zu schielen. Allerdings, auch das ist wahr, machte er sich zwar sehr viel aus der Frauenschar, jedoch war er ziemlich fromm und erklomm, nicht wie Joseph die gehobenen Kreise, sondern versank auf seine Weise auf dem Bischofshofe. Dort gab es sicherlich auch eine Zofe, die dem jungen Michael nicht ganz abgeneigt war.

Doch bevor er wusste, wie ihm geschah und das es auch noch andere Dinge auf Erden gab, wurde er zunächst Kapellmeister in Oradea. Der Bischof Adam Patachich nahm den Michael Haydn unter seinen persönlichen Fittich. Abgeworben wurde er, nachdem sein Hofkonzert 1762 Aufsehen erregte so sehr, vom Erzbischof Sigismund Schrattenbach. Plötzlich war Michael Haydn in Salzburg angelangt und wurde im August 1763 dort zum Hofmusikus und Konzertmeister ernannt. Nun war auch der Michael bekannt und die schönen Frauen lagen ihm zu Füßen, Franz Joseph ließ grüßen.

Die Sängerin Maria Magdalena, eine rassige Italienerin, verdrehte Michael Haydn schließlich den Kopf so sehr, das er sie am 17.08.1786 heiratete sogar. Temperament hatte die Schöne im Blut, das tat dem Michael Haydn sehr gut und die Lady, mit ihrer herrlichen Stimme, war nicht nur für Haydn ein Gewinn – sie verzauberte auch die Gesellschaft als Hofsingerin. Michael Haydn war von seiner schönen Frau fasziniert, so war es kein Wunder, das er voller Inbrunst noch mehr hat komponiert. Anno 1771 wurde Haydns Requiem c-Moll uraufgeführt, Vater und Sohn Mozart wirkten mit, das war für Michael Haydn ein weiterer großer Schritt. Geistliche Chormusik, Orchestermusik, Sinfonien, Opern und Bühnenmusikwerke machten Michael Haydn bekannt auf der Welt und damit verdiente er reichlich Geld.

Mit 69 Jahren verstarb der Joseph Michael Haydn und wurde auf dem Petersfriedhof Salzburg beigesetzt. Seine geliebte Frau hingegen konnte den schweren Verlust nicht ertragen, so schlich sie nach vielen Tagen zum Friedhof hin. Eine der regelmäßigen Gruftentleerungen stand an, sie klaute sodann den Schädel vom verstorbenen Mann und setzte diesen zu Hause auf den Nachtschrank neben ihr Bett.

Die Schädel der beiden Haydn Brüder waren sehr begehrt, schon Joseph Haydns Haupt verschwand auf mysteriöse Weiße und auch das Verschwinden von Michaels Schädel sprach sich herum im gehobenen Kreise. Nachdem die Witwe des Michael Haydn ebenfalls verstorben war, fand man den Schädel des Künstlers wieder und bettete diesen neben die anderen Glieder des Leichnams im Haydngrabmal. Allerdings, das ist ebenfalls bekannt, der Schädel von dort erneut verschwand und fand stattdessen später seinen endgültigen Frieden im Safe des Stifts St. Peter.

Joseph Haydn

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